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Schreiben + Lesen + Hören

Die Zusammenhänge der Welt erkunden.
Schreiben, so Wolfgang Wache, unterstützt das Nachdenken über Zusammenhänge in der Welt und wirkt damit persönlichkeitsbildend. Mit seinen Mitstreitern und den
Vereinsmitgliedern des Literaturzentrum „Ich schreibe!“ e.V. hat sich der Schriftsteller,
Ortschronist, Kulturpädagoge und Verleger viel für 2016 vorgenommen. Nun ist Halbzeit.
Auf dem Blog, der Internetseite, in der Presse und im NLZettel kann man sich über die
Aktionen informieren. Doch viel Zeit zur Rückschau bleibt nicht, denn schon stehen neue
Vorhaben in den Startlöchern. Dabei legt Wolfgang Wache Wert auf Vielseitigkeit, denn
neben Kindern und Jugendlichen sollen auch Erwachsene für die Literatur und das eigene
schöpferische Schaffen interessiert werden.
Direkt am Marktplatz in der Gartenstadt Marga haben die Ortschronisten Brieske-Marga
ihr neues Domizil bezogen. In den Sommermonaten haben die Räume für Marganer und
Gäste vier Mal wöchentlich geöffnet, es gibt geführte Spaziergänge, Führungen für Kinder
und Familien und Ausflüge in die Lausitzer Sagenwelt. Auch das Angebot zum
diesjährigen Senftenberger Agenda-Diplom lockt in die grünende blühende Gartenstadt.
Ab dem Schuljahr 2016/2017 gibt es einen speziellen Veranstaltungskatalog für
Klassenstufen der Grund- und Oberschulen. Vom 3. bis 6. August wird Marga zu einem
großen Atelier für Kreative. Wolfgang Wache lädt zu einer gemeinsamen Werkstatt ein, die auch zur Vorbereitung des 4. Lausitzer Lyrikfestivals dienen soll. Auf verschiedenen
Bühnen präsentieren sich am 10. September 2016 unterschiedliche Poeten mit ihren
Gedichten, diese sollen den Hörer und Leser auch zum Nachdenken über die
Zusammenhänge in der Welt anregen. Den Abschluss des mehrtägigen Lausitzer
Lyrikfestivals bildet am 11. September 2016 der „Tag des offenen Denkmals“ unter dem
Motto „Gemeinsam Denkmale erhalten“. Im November ist der 8. eine feste Größe im
Kalender der regionalen Autoren, die an diesem Nachmittag ihre neusten Werke im
Großen Rathaussaal vorstellen. Wer Interesse hat, die interessante und vielfältige
Vereinsarbeit zu unterstützen, kann im ehemaligen Kaufhaus, Platz des Friedens 2,
Senftenberg OT Brieske-Marga oder unter 03573-147663 mit Wolfgang Wache ins
Gespräch kommen.

(Text aus dem NLZettel Mai + Juni 2016 )

Einladung ins große Atelier Gartenstadt Marga
3. bis 6. August 2016
3. August um 10:00 Uhr Treff im Platz des Friedens 2, Senftenberg OT Brieske-Marga
Auftakt mit geführtem Spaziergang durch Marga, individuelle künstlerische Arbeit,
gemeinsamer Tagesabschluss um 16:00 Uhr
4. August um 10:00 Uhr Treff im Platz des Friedens 2, Senftenberg OT Brieske-Marga
individuelle künstlerische Arbeit, gemeinsamer Tagesabschluss um 16:00 Uhr
5. August um 10:00 Uhr Treff im Platz des Friedens 2, Senftenberg OT Brieske-Marga
individuelle künstlerische Arbeit, gemeinsamer Tagesabschluss um 16:00 Uhr
6. August um 10:00 Uhr Treff im Platz des Friedens 2, Senftenberg OT Brieske-Marga
gemeinsame Erarbeitung der Eröffnungsperformance für das Lausitzer Lyrikfestival 2016,
Werkstattabschluss um 16:00 Uhr

Autoren im Gedankenaustausch mit Autoren präsentiert von der Lausitzer Literatursammlung

Logo-Lausitzer Literatursammlung

Wolfgang Wache & Horst Mönnich
Lesung in Tenglers Buchhandlung
29. Januar 2016
19.00 Uhr

 

Wolfgang Wache ist ein Mensch, wie es sie nur selten gibt. Immer der Kunst
und Kultur treu, organisiert er Veranstaltungen, sucht den Austausch und
Zusammenschluss mit Kollegen, ruft neue Initiativen ins Leben, schreibt
selbst, gründete einen eigenen Verlag, der sich der Lyrik und Kurzprosa, der
regionalen Literatur und Literaturgeschichte widmet. In den Regalen der 2013
begründeten „Lausitzer Literatursammlung“ stehen auch einige Bände des,
1918 in Senftenberg geborenen, Schriftstellers Horst Mönnich. Das letzte
große Werk, die autobiographische Trilogie „Was hinter uns liegt, liegt vor
uns“, hat der damals in Breitbrunn am Chiemsee lebende Autor in seine
Heimatstadt zu Wolfgang Wache geschickt. An einer Aufbereitung des
Manuskripts arbeitet der Verleger derzeit und bekommt dabei Unterstützung
von Literaturwissenschaftlern und Germanisten.
Zwei Tage vor Horst Mönnichs Todestag tritt Wolfgang Wache in einen
literarischen Gedankenaustausch mit ihm. Er liest neben Texten von Mönnich
auch eigene Werke wie den „Marga – Zyklus“ und Auszüge aus der
„Elsterniederung“.

PM geschrieben von Jana Arlt

Wolfgang Wache – Gedanken zu den Schüler-LITERATUR-Tagen 2015

Die diesjährigen Tage Schüler- Literatur-Tage waren für mich und meinen Mitstreiterinnen Jana Arlt und Susann Vogel sehr erfolgreich, wir haben an drei Tagen einigen hunderten Kindern die Frage gestellt was Lyrik ist. Nur die wenigsten wussten das es auch Gedichteschreiber gibt. Bei der Frage wer liest ein Buch, gingen oft nur wenige Hände in die Höhe. Hier war und ist unser Ansatz. Ich habe immer im Kopf meine vielen Begegnungen mit Analphabeten. Menschen die sich schämten nicht zu den Schreibenden und lesenden zu gehören. Die es mit eigener Kraft nicht schafften, die Geheimnissen der Buchwelt für sich zu erkunden.
Niemand hält fest, mit welcher Motivation die Organisatoren an die Umsetzung der kulturellen, künstlerischen und literarischen Unternehmungen heran gehen. Was ist die Triebkraft? Warum will man als Schriftsteller und Künstler tätig sein? Ich gehörezu denjenigen, die bestätigen können, dass Künstler und Kulturvermittler finanziell beurteilt, arm sind. Man muss ja nicht Kunst machen! Wenn man es tut, ist man selber daran „schuld“. Immer wieder hört man von der großen Erkenntnis, dass Kunst die lebendige Auseinandersetzung mit den Fragen der Zeit und der Gesellschaft ist – da wird manchmal sogar festgestellt, dass Kunst unverzichtbar ist!
Es wird aber auch die Frage gestellt: Wie weit trägt sie zur Gewinnoptimierung in der Wirtschaft bei? Ich kann und will davon nichts mehr hören. Ich will nicht immer daran denken müssen, welches Projekt finanzielle Gewinne bringt. Aber wenn ich mich nicht der breiten Masse anpasse und über finanzielle Umsätze nachdenke, bleibe ich ein armer Künstler. Manchmal kommt es mir vor, als seien wieder die Gaukler des Mittelalters unterwegs, die darauf aus sind, den Menschen mit Taschenspielertricks und Floskeln das Geld aus der Tasche zu ziehen. Menschen, die seit Jahren an ihrer eigenen künstlerischen Entwicklung hart arbeiten, die ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten immer wieder auf den Prüfstand stellen, sollen Anerkennung ihrer geleisteten Arbeit erfahren. Das kann in Form von bedingungsloser Förderung, langfristiger Unterstützung, Respekt und aufrichtigem Gedankenaustausch erfolgen. Manche sagen, wenn du erfolgreich bist, dann geht es dir gut. Ich kann mit Recht sagen, dass die Akteure des Literaturzentrums „Ich schreibe!“ in den vergangenen vielen Jahren sehr erfolgreich waren. Kinder und Jugendliche wurden begeistert, sich mit der Welt der Geschichten und Gedichte zu befassen und Kunstaktionen forderten neue Herangehensweisen und reizten bisherige eigene Grenzen zu überschreiten. Über diese Erfolge bin ich sehr glücklich und es stimmt mich traurig, erleben zu müssen, dass diese Künstler für ihren Lebensunterhalt Förderungen beim Jobcenter beantragen müssen. Damit zeigt sich, dass allein das anerkennende Schulterklopfen nicht ausreicht. Es ist notwenig, sich intensiv mit der permanenten Notsituation von Künstlern und Kunstvermittlern auseinanderzusetzen und gemeinsam nach Lösungswegen zu suchen. Ich wünsche mir, dass wir den Teufelskreis aus Unsicherheit, Desinteresse, finanzieller Armut, politischen Worthülsen und Bespaßungsdruck durchbrechen.
Ich wünsche mir, dass Schriftsteller und Kulturpädagogen wieder das erfolgreich machen können, worin sie gut sind – schreiben, lesen, begeistern, lehren, neue Welten erschließen. Während unserer erfolgreichen Durchführung der Schüler- Literatur- Tage erhielten wir vom Literaturfond eine Ablehnung unseres Fördermittelantrages.
Dank an alle unbeugsamen Mitstreiter!
Wolfgang Wache

Suchende Menschen, selten zufrieden – Susann Vogel über eine Lesung des Lausitzer Autors Wolfgang Wache und die poetischen Eindrücke, denen sie nachwandert …

Er fordert auf: „Trinken Sie etwas!“
Und nimmt selbst einen Schluck aus dem Wasserglas. Ich greife zu meinem roten Wein und proste ihm aus der dritten Reihe zu.
Wolfgang Wache, der Lausiter Kulturmacher, Wortwerkler, ein ernsthafter Clown und – ein Lichtfänger, ein Lichtwerfer auf das Andere, die anderen Möglichkeiten.
Das Licht an diesem Nachmittag fällt in die Elsterniederung, eine Erzählung in Versen über die regionale Vergangenheit; demnächst geplant als Kunstbuch-Veröffentlichung. Es berichtet die Figur des Herberts, dessen Erinnerungsaufmarsch ich lausche: eine Welt des Moors und des Sumpfes; von Lehm und Leben von dem, das vorhanden, verfügbar, ist – in der Elsterniederung. Eine Welt der suchenden Menschen, von Schwertlilien umgeben und selten zufrieden. Eine Welt der nackten Füße, der Wassermänner und Feuchtwiesen, durchdrungen von Stoßgebeten, von den Kraftanstrengungen der Machtlosen, von Nachbars Neid, an dem sich ein Strohdach entzündet.
Herbert ist überzeugt: Wo Tauben gurren, sind Greifvögel nicht weit. Und ich laufe mit ihm in Hausschuhen weiter, weiter, weiter durch einen Wald am Bombentrichter entlang, beinahe stolpere ich – mir winkt die Mittagsfrau, als entartet gebrandmarkt. Und es empfangen uns, Herbert und mich, Menschen, die sich an brennenden Kirschbäumen […] wärm[en] bis niemand mehr w[eiß], wie Kirschen schmecken.
Wie weit sind wir gegangen?
Wie weit sind wir gewandert?
Wir haben uns gar nicht bewegt.
Augenblicke verbinden
Augenblicke
jeden Augenblick
mit dem
neuen Augenblick
Wir stehen in der Elsterniederung, am selben Ort, an dem anderes, anderes, anderes geschieht.
Hier klettere ich mit Herbert auf 100 Jahre alte Bäume und Herbert möchte, dass ich erkenne, dass ein jedes Dasein […] ein Kunstwerk [ist]. Wir, ich und Herbert mit den Holzpantinen.
Darauf stehe ich in Wolfgang Waches Waschkaue. Wir unterhalten uns mit den alten Gemäuern. Der Wind geht. Die Sonne kommt. Dann das Nichts, ein kleines Nichts, eine Blume zwischen den Granitpflastersteinen. Ein Nichts, das gedenkt, dem Etwas, den Menschen, die über diese Steine liefen.
Ich muss Inne halten, warten, atmen – ein Rausch – dort eine feste Stimme: Wird schon werden. … weil es immer schon geworden ist. Wolfgang Wache baut eine leere Wohnung, erzählt von einem Schneider, der sie verlassen musste – ihn haben sie heute abgeholt […] Sein Husten war sehr schlimm. Seine Augen waren rot. Gekommen sind Spinnweben. Geblieben ein Zettel mit der Bitte der Ehefrau an Irgendjemanden, die Blumen zu gießen. Man wird doch wieder nach Hause zurück …? Nicht wahr? Höre ich den Schneider denken. Den Menschen, der die Fähigkeit des Menschen zum Wahnsinn nicht recht glauben mochte.
Die Wohnung ist leer.
Wolfgang Waches Verse begegnen mir niemals bevormundend, direkt wohl, aber immer ver-dicht-et. Sie kippen, die Verse, im Moment des Schlags ins Gesicht. In mein Gesicht. Sie meinen stets ebenso mich. Mich und alle anderen, zu jeder Zeit.
Wände
die mich umgeben
können ein Raum sein
stemme mich gegen die
Begrenzung
um sie zu beseitigen
Mit Wolfgang Wache bin ich auf der Suche – wonach? Nach eine[r] Melodie leise ganz leise. Und dem Text, Text, Text dazu. Wir summe[n] und singe[n] la, la, lalala – wenn er kommt, der Text, pfeifen wir auf ihn.
Susann Vogel

kursiv Gedrucktes = Originalzitate aus den vorgetragenen Texten

Einblick 5

Zum ersten Mal gab es während der Tage der LITERATUR an mehreren Tagen Sololesungen.
Ursula Henriette Kramm Konowalow eröffnete den Reigen, Wolfgang Wache führte ihn am Mittwoch fort. Kulisse für diese Lesung war die Dauerausstellung „Gartenstadt Marga“, für die die Stadt Senftenberg verantwortlich zeichnet und die 2013 vom Bürgermeister und der Ortsvorsteherin eröffnet wurde. Warum es in Marga also zwei Ausstellungen zur Ortsgeschichte gibt, ist nicht zu erklären ohne, dass Verantwortlichkeiten hin und her geschoben werden würden.
Wolfgang Wache ist ein Mensch, der sich nicht bevormunden lässt. Auch wenn manche Kritik geäußert und einige Fragen aufgeworfen werden könnten, sucht er den respektvollen Dialog, geht auf Menschen zu, versucht sie für seine Visionen zu begeistern. Seine Lesung ist wohl die erste Kulturveranstaltung in diesem Ausstellungsraum.

Wolfgang Wache steht seinem eigenen Werk immer kritisch gegenüber. Schuldzuweisungen kann er nicht ausstehen. Den mahnenden und urteilenden „Zeigefinger“ lässt er seine literarischen Figuren erheben, die sich mit platten Phrasen aus der Verantwortung für gesellschaftliche Missstände ziehen wollen.