Der Tag eines Multitalents

Morgens um 4 Geschichte überarbeiten.

Nach dem Frühstück Baumaßnahme im Platz des Friedens 2.

Nachmittag Schreibkurs in der Oberschule.
Abends Posteingang prüfen und Essen kochen.

Ein ganz normaler Tag im Leben von Wolfgang Wache.

Die individuelle Gestaltung des Eingangsbereiches erfordert
konzentrierte Denkleistung, Planung, Organisation incl.
Materialbeschaffung, und genaues Arbeiten.
So manches Mal kann man über den unebenen Fußboden
schimpfen … und muss dann doch eine Lösung finden.
Der neu entstehende Raum ist kein Fertigbausatz!

Wahlweise muss da auch noch die Buchhaltung hineinpassen und das Beantragen und Abrechnen von Fördermitteln und das Wäsche abnehmen und die Gartenarbeit und Zeit für die Frau und die Familie und die Vorbereitung der Veranstaltungen und Korrespondenzen und Gesprächstermine und …

Text geschrieben von: Yana Arlt

 

http://nlz-ich-schreibe.blogspot.de/2017/03/der-tag-eines-multitalents.html

Werte Literaturenthusiasten und Streiter für Kunst und Kultur in der Lausitz,

zwei Jahre ist es nun schon her, dass wir den Arbeitskreis „Lausitzer Literatursammlung“ gemeinsam gegründet haben. Seit dem Januar 2015 haben uns verschiedene Umstände und Ereignisse im Land sehr beschäftigt, in der Kunst- und Kulturförderung sind noch keine Gesundungsprozesse in Sicht. Viele herausfordernde Ideen haben wir trotz allem in spannende Aktionen umgesetzt, immer holten wir uns den Antrieb dafür aus uns selbst und unserer Begeisterung für das, was das geschriebene Wort vermag. Als Beispiele seien hier nur die Schüler-LITERATUR-Tage genannt, das Lausitzer Lyrikfestival und die in Brieske neu entstandene Begegnungsstätte & Galerie MARGA. In den Briesker Räumen befindet sich auch die Lausitzer Literatursammlung. Im Jahr 2017 werden wir dort gemeinsam mit den Mitgliedern des Arbeitskreises zahlreiche Veranstaltungen zu diesem Thema durchführen. So wollen wir Lesungen und Vorträge über das vielfältige literarische Schaffen der Lausitzer Autoren organisieren.

Wir laden Sie nun zu unserem dritten Arbeitskreistreffen ein, bei dem wir über vergangene Aktionen resümieren und auch unsere Kräfte für neue Vorhaben bündeln wollen.
Das Arbeitskreisgespräch „Lausitzer Literatursammlung“ findet
am Mittwoch, 8. Februar 2017
um 9:00 Uhr
im Büro des NLZ „Ich schreibe!“
 Rudolf-Breitscheid-Straße 17
 in Senftenberg statt.

Schreiben + Lesen + Hören

Die Zusammenhänge der Welt erkunden.
Schreiben, so Wolfgang Wache, unterstützt das Nachdenken über Zusammenhänge in der Welt und wirkt damit persönlichkeitsbildend. Mit seinen Mitstreitern und den
Vereinsmitgliedern des Literaturzentrum „Ich schreibe!“ e.V. hat sich der Schriftsteller,
Ortschronist, Kulturpädagoge und Verleger viel für 2016 vorgenommen. Nun ist Halbzeit.
Auf dem Blog, der Internetseite, in der Presse und im NLZettel kann man sich über die
Aktionen informieren. Doch viel Zeit zur Rückschau bleibt nicht, denn schon stehen neue
Vorhaben in den Startlöchern. Dabei legt Wolfgang Wache Wert auf Vielseitigkeit, denn
neben Kindern und Jugendlichen sollen auch Erwachsene für die Literatur und das eigene
schöpferische Schaffen interessiert werden.
Direkt am Marktplatz in der Gartenstadt Marga haben die Ortschronisten Brieske-Marga
ihr neues Domizil bezogen. In den Sommermonaten haben die Räume für Marganer und
Gäste vier Mal wöchentlich geöffnet, es gibt geführte Spaziergänge, Führungen für Kinder
und Familien und Ausflüge in die Lausitzer Sagenwelt. Auch das Angebot zum
diesjährigen Senftenberger Agenda-Diplom lockt in die grünende blühende Gartenstadt.
Ab dem Schuljahr 2016/2017 gibt es einen speziellen Veranstaltungskatalog für
Klassenstufen der Grund- und Oberschulen. Vom 3. bis 6. August wird Marga zu einem
großen Atelier für Kreative. Wolfgang Wache lädt zu einer gemeinsamen Werkstatt ein, die auch zur Vorbereitung des 4. Lausitzer Lyrikfestivals dienen soll. Auf verschiedenen
Bühnen präsentieren sich am 10. September 2016 unterschiedliche Poeten mit ihren
Gedichten, diese sollen den Hörer und Leser auch zum Nachdenken über die
Zusammenhänge in der Welt anregen. Den Abschluss des mehrtägigen Lausitzer
Lyrikfestivals bildet am 11. September 2016 der „Tag des offenen Denkmals“ unter dem
Motto „Gemeinsam Denkmale erhalten“. Im November ist der 8. eine feste Größe im
Kalender der regionalen Autoren, die an diesem Nachmittag ihre neusten Werke im
Großen Rathaussaal vorstellen. Wer Interesse hat, die interessante und vielfältige
Vereinsarbeit zu unterstützen, kann im ehemaligen Kaufhaus, Platz des Friedens 2,
Senftenberg OT Brieske-Marga oder unter 03573-147663 mit Wolfgang Wache ins
Gespräch kommen.

(Text aus dem NLZettel Mai + Juni 2016 )

Einladung ins große Atelier Gartenstadt Marga
3. bis 6. August 2016
3. August um 10:00 Uhr Treff im Platz des Friedens 2, Senftenberg OT Brieske-Marga
Auftakt mit geführtem Spaziergang durch Marga, individuelle künstlerische Arbeit,
gemeinsamer Tagesabschluss um 16:00 Uhr
4. August um 10:00 Uhr Treff im Platz des Friedens 2, Senftenberg OT Brieske-Marga
individuelle künstlerische Arbeit, gemeinsamer Tagesabschluss um 16:00 Uhr
5. August um 10:00 Uhr Treff im Platz des Friedens 2, Senftenberg OT Brieske-Marga
individuelle künstlerische Arbeit, gemeinsamer Tagesabschluss um 16:00 Uhr
6. August um 10:00 Uhr Treff im Platz des Friedens 2, Senftenberg OT Brieske-Marga
gemeinsame Erarbeitung der Eröffnungsperformance für das Lausitzer Lyrikfestival 2016,
Werkstattabschluss um 16:00 Uhr

Autoren im Gedankenaustausch mit Autoren präsentiert von der Lausitzer Literatursammlung

Logo-Lausitzer Literatursammlung

Wolfgang Wache & Horst Mönnich
Lesung in Tenglers Buchhandlung
29. Januar 2016
19.00 Uhr

 

Wolfgang Wache ist ein Mensch, wie es sie nur selten gibt. Immer der Kunst
und Kultur treu, organisiert er Veranstaltungen, sucht den Austausch und
Zusammenschluss mit Kollegen, ruft neue Initiativen ins Leben, schreibt
selbst, gründete einen eigenen Verlag, der sich der Lyrik und Kurzprosa, der
regionalen Literatur und Literaturgeschichte widmet. In den Regalen der 2013
begründeten „Lausitzer Literatursammlung“ stehen auch einige Bände des,
1918 in Senftenberg geborenen, Schriftstellers Horst Mönnich. Das letzte
große Werk, die autobiographische Trilogie „Was hinter uns liegt, liegt vor
uns“, hat der damals in Breitbrunn am Chiemsee lebende Autor in seine
Heimatstadt zu Wolfgang Wache geschickt. An einer Aufbereitung des
Manuskripts arbeitet der Verleger derzeit und bekommt dabei Unterstützung
von Literaturwissenschaftlern und Germanisten.
Zwei Tage vor Horst Mönnichs Todestag tritt Wolfgang Wache in einen
literarischen Gedankenaustausch mit ihm. Er liest neben Texten von Mönnich
auch eigene Werke wie den „Marga – Zyklus“ und Auszüge aus der
„Elsterniederung“.

PM geschrieben von Jana Arlt

Wolfgang Wache – Gedanken zu den Schüler-LITERATUR-Tagen 2015

Die diesjährigen Tage Schüler- Literatur-Tage waren für mich und meinen Mitstreiterinnen Jana Arlt und Susann Vogel sehr erfolgreich, wir haben an drei Tagen einigen hunderten Kindern die Frage gestellt was Lyrik ist. Nur die wenigsten wussten das es auch Gedichteschreiber gibt. Bei der Frage wer liest ein Buch, gingen oft nur wenige Hände in die Höhe. Hier war und ist unser Ansatz. Ich habe immer im Kopf meine vielen Begegnungen mit Analphabeten. Menschen die sich schämten nicht zu den Schreibenden und lesenden zu gehören. Die es mit eigener Kraft nicht schafften, die Geheimnissen der Buchwelt für sich zu erkunden.
Niemand hält fest, mit welcher Motivation die Organisatoren an die Umsetzung der kulturellen, künstlerischen und literarischen Unternehmungen heran gehen. Was ist die Triebkraft? Warum will man als Schriftsteller und Künstler tätig sein? Ich gehörezu denjenigen, die bestätigen können, dass Künstler und Kulturvermittler finanziell beurteilt, arm sind. Man muss ja nicht Kunst machen! Wenn man es tut, ist man selber daran „schuld“. Immer wieder hört man von der großen Erkenntnis, dass Kunst die lebendige Auseinandersetzung mit den Fragen der Zeit und der Gesellschaft ist – da wird manchmal sogar festgestellt, dass Kunst unverzichtbar ist!
Es wird aber auch die Frage gestellt: Wie weit trägt sie zur Gewinnoptimierung in der Wirtschaft bei? Ich kann und will davon nichts mehr hören. Ich will nicht immer daran denken müssen, welches Projekt finanzielle Gewinne bringt. Aber wenn ich mich nicht der breiten Masse anpasse und über finanzielle Umsätze nachdenke, bleibe ich ein armer Künstler. Manchmal kommt es mir vor, als seien wieder die Gaukler des Mittelalters unterwegs, die darauf aus sind, den Menschen mit Taschenspielertricks und Floskeln das Geld aus der Tasche zu ziehen. Menschen, die seit Jahren an ihrer eigenen künstlerischen Entwicklung hart arbeiten, die ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten immer wieder auf den Prüfstand stellen, sollen Anerkennung ihrer geleisteten Arbeit erfahren. Das kann in Form von bedingungsloser Förderung, langfristiger Unterstützung, Respekt und aufrichtigem Gedankenaustausch erfolgen. Manche sagen, wenn du erfolgreich bist, dann geht es dir gut. Ich kann mit Recht sagen, dass die Akteure des Literaturzentrums „Ich schreibe!“ in den vergangenen vielen Jahren sehr erfolgreich waren. Kinder und Jugendliche wurden begeistert, sich mit der Welt der Geschichten und Gedichte zu befassen und Kunstaktionen forderten neue Herangehensweisen und reizten bisherige eigene Grenzen zu überschreiten. Über diese Erfolge bin ich sehr glücklich und es stimmt mich traurig, erleben zu müssen, dass diese Künstler für ihren Lebensunterhalt Förderungen beim Jobcenter beantragen müssen. Damit zeigt sich, dass allein das anerkennende Schulterklopfen nicht ausreicht. Es ist notwenig, sich intensiv mit der permanenten Notsituation von Künstlern und Kunstvermittlern auseinanderzusetzen und gemeinsam nach Lösungswegen zu suchen. Ich wünsche mir, dass wir den Teufelskreis aus Unsicherheit, Desinteresse, finanzieller Armut, politischen Worthülsen und Bespaßungsdruck durchbrechen.
Ich wünsche mir, dass Schriftsteller und Kulturpädagogen wieder das erfolgreich machen können, worin sie gut sind – schreiben, lesen, begeistern, lehren, neue Welten erschließen. Während unserer erfolgreichen Durchführung der Schüler- Literatur- Tage erhielten wir vom Literaturfond eine Ablehnung unseres Fördermittelantrages.
Dank an alle unbeugsamen Mitstreiter!
Wolfgang Wache