2026 – Wolfgang Waches Vorsätze, Wünsche und künstlerische Ausrichtung
Ein persönlicher Jahresauftakt
Liebe Freunde des geschriebenen Wortes, das Jahr 2025 war für mich ein Jahr der Klärung. Ein Jahr, in dem ich mich – stärker als je zuvor – meinem eigenen künstlerischen Kern zugewandt habe: dem Schreiben, dem Gestalten, dem Experimentieren.
Ich blicke nur kurz zurück, denn die Vergangenheit ist kein Ort zum Verweilen. Sie ist ein Weg, den ich gegangen bin, und ich bereue keinen Schritt. Alles war richtig so.
Viele kannten mich jahrzehntelang als den Mann, der von Kindern und Jugendlichen umringt war – als Betreuer, Organisator, Aufpasser. Nur wenige sahen, dass ich in all diesen Projekten junge Menschen bewusst an Kunst und Kultur heranführte. Dass ich selbst immer künstlerisch arbeitete, experimentierte, suchte.
Seit meiner Kindheit begleiten mich Worte, Verse, Bilder. Viele Manuskripte sind entstanden, viele Ideen gewachsen. Die Sächsische Dichterschule hat meine Sprache geprägt, und der Wunsch, mich ganz dem Schreiben zu widmen, war immer da.
2026 soll ein Jahr werden, in dem dieser Wunsch Raum bekommt.
Künstlerische Ausrichtung 2026
1. Bewahrung der künstlerischen Unabhängigkeit
An erster Stelle steht für mich die Freiheit des künstlerischen Denkens. Ich möchte jedem Tag mit Wahrhaftigkeit begegnen – auch wenn dieser Weg nicht immer leicht ist. Er ist der richtige.
2. Schreiben als Hauptfokus
Ich habe erkannt: Nur das Schreiben selbst macht einen zum Schriftwerker. 2026 widme ich mich intensiver denn je dem literarischen Arbeiten, dem Experimentieren, dem Finden neuer Formen.
3. Das Clowneske in der Literatur
Die Clownerie begleitet mich seit vielen Jahren. Sie ist Lebensphilosophie, Lebenslust, Ernst und Leichtigkeit zugleich. Ich möchte dem Clownesken in der Literatur weiter nachspüren – als poetisches Prinzip, als Denkfigur, als künstlerische Haltung.
4. Der Autorenkreis – ein Labor für neue Formen
Seit 2010 und 2013 existieren der „Autorenkreis Kornblume“ und die „Autorengruppe Senftenberg“. Wir verstehen uns als literarische Forschungsgruppe: Wir wissen nicht, wonach wir suchen – aber wir suchen.
2026 wünsche ich mir regelmäßige Treffen, um experimentelle Literatur zu diskutieren, vergessene und neue Stilmittel zu erproben und gemeinsam an literarischen Grenzgängen zu arbeiten.
5. „Literatur trifft Kunst“ – Werkstatt 2026
Im Juni 2026 werde ich gemeinsam mit Yana Arlt und Wenke Richter erneut die Werkstatt „Literatur trifft Kunst“ durchführen. Ich freue mich auf diesen interdisziplinären Austausch.
Großprojekte 2026
„Kornblumen gießt man nicht“ – Wildwuchs
Seit sechs Jahren arbeite ich an diesem Projekt: Feldblumen, junge Künstlerinnen und Künstler, schöpferische Ideen – sie alle sind Wildwuchs. Sie brauchen Aufmerksamkeit, Offenheit und kluges Handeln. Ich habe gesammelt, beobachtet, dokumentiert, was am Feldrain wächst – im wörtlichen wie im übertragenen Sinn.
Die Lausitzer Literatursammlung
Eine Mammutaufgabe – und eine Herzensangelegenheit. Die literarischen Schätze der Lausitz zu heben, zu ordnen, zu archivieren, wissenschaftlich aufzubereiten und für kulturelle Bildung nutzbar zu machen, ist ein Projekt, das nur gemeinsam gelingen kann.
Seit 2015 arbeiten wir im Literaturzentrum „Ich schreibe!“ daran, einen Ort zu schaffen, an dem Lausitzer Literatur ein Zuhause findet.
Das 14. Lausitzer Lyrikfestival 2026
Vom 4. bis 6. September 2026 findet in der Gartenstadt Marga das 14. Lausitzer Lyrikfestival statt – eine der größten lyrischen Fachtagungen Deutschlands, mit fast 40 Künstlerinnen und Künstlern aus dem gesamten Bundesgebiet.
Ein Ort der Begegnung, der Inspiration, der poetischen Vielfalt.
Wer ich bin – in Kürze
Wolfgang Wache ist Schriftsteller, Kulturpädagoge, Ortschronist, Keramiker, Clown, Initiator zahlreicher Kunst- und Kulturprojekte und leidenschaftlicher Bewahrer der Gartenstadt Marga. Seine Arbeiten verbinden das Clowneske, das Surreale und das Erzählerische. Er schreibt, illustriert, gestaltet – und bringt Menschen zusammen.
Ausblick
2026 soll ein Jahr der Begegnungen werden: mit Literatur, mit Kunst, mit Menschen, die sich berühren lassen wollen. Ein Jahr des Schreibens, des Forschens, des Weitergebens. Ein Jahr, in dem ich meine künstlerische Sprache vertiefe und gemeinsam mit anderen neue Wege gehe.
Lasst es uns gemeinsam angehen.