Der Baustellenleiter

Typisch ich

 

In meinem Lebensatelier
mag ich Optimisten
die keine Angst haben (wenn notwendig)
das Balancieren auf einem dünnen Bindfaden
als eine mögliche Entwicklung von unentdeckten Träumen zu bezeichnen

Schwarzseher verabscheue ich, wie den Sensenmann
Manchmal hasse ich es immer ein Protagonist zu sein
Ich kann nun mal nicht still stehen
Gehen, gehen, denn nur der Weg ist das Ziel unseres Daseins
Ich mag die Stille und mag es mal laut
Ich mag Einsamkeit und mag viele liebe Freunde um mich herum

Ich bin der September
der mit etwas Traurigkeit sich an den Mai erinnert
Nach der bunten Blüte folgt die Frucht
und danach…………… ?

Ich mag, wenn Geigen ein Konzert geben
Ehrlichkeit sich um uns verbreitet
und im See sich die Mittagsonne spiegelt

Ich möchte öfters
mittags mit Freunden bei Tisch sitzen
und köstlich speisen
Der Esstisch sollte in der Natur stehen
umgeben von Seen, Bergen und Wäldern

Einmal im Jahr esse ich ein großes Eisbein mit Sauerkraut
und trinke dazu einen großen Schluck Portwein
Ich schwöre: nur einmal
(oder auch zweimal?)

Ich brauche Wirbelstürme
und Eichen zum Erinnern
Stühle oder einen Grasteppich
um mit Freunden zu verweilen

Ich bin immer noch ein stolzer Vater
und mag es als Großvater zu meiner Familie zu gehören
Manchmal ärgere ich mich, wenn die Nachkommen
dabei sind, meine Fehler im Leben zu wieder holen
Es ist das alte Spiel
ich wollte die Erfahrungen der älteren Generation auch nicht annehmen

Aber das allerschönste Erlebnis für mich ist,
gemeinsam mit meiner Fantasie
auf den Stufen der Poesie zu wandeln
Ein Reich mit traurigen und heiteren Geschichten
Eine Bühne unseres Daseins

Lang war (und ist) der Weg, um zu erkennen,
dass in dem Lebensstück Wolfgang Wache
ich der Hauptdarsteller bin,
nicht die Anderen.