Lesung am 20.09.2014 in Brieske -Kornblumen gießt man nicht

„Warum wählten Sie gerade die Kornblumen?“, ist eine Frage, die dem Künstler Wolfgang Wache immer wieder gestellt wird. „Fünf Jahre wollte ich unter Begleitung der blauen Blüten, die am Rand von Getreidefeldern zu finden sind, verschiedenen Fragen auf den Grund gehen und eigene Ideen umsetzen.“, so der Schriftsteller, Vereinsvorsitzende des Literaturzentrum „Ich schreibe!“ e.V. und Verleger aus Senftenberg/ Brieske. Durchaus erfolgreich zog der fast 65 Jährige am vergangenen Samstag die Bilanz für seine künstlerische und kunstvermittelnde Arbeit der vergangenen Jahre. Die Schwierigkeiten, die sich in den Bereichen der Kunst und kulturellen Bildung ergeben, sind immer die gleichen: zu wenig Geld, Selbstausbeutung, erdrückende administrative Verpflichtungen und fehlende Lobby. So wundert es nicht, dass Wolfgang Wache voller Nachdruck mit seinem „Bekenntnis zur Poesie“ die Projektfinissage „Kornblumen gießt man nicht“ beginnt. Schon in den folgenden Ausführungen erkennt man den Kampfgeist des Marganers, der das Wort „Rentner“ immer mit „Sterben in Raten“ vergleicht. „Der Blick ist nach vorn gerichtet“ und „Ich träume von einem Kompetenzzentrum für Schreibende“ sind zwei Texte, die in den vergangenen Jahren für den Vereinsblog „Ich schreibe!“, den Newsletter „NLZettel“ und seinen eigenen Blog entstanden sind. Wolfgang Wache verfolgt eine klare Linie, die auch im Filmportrait wiederzuerkennen ist, das das Regionalfernsehen kurz vor seinem 65. Geburtstag mit ihm erstellt hat. Im August lief es in einer Wochenendschleife und wurde nun noch einmal für die auswärtigen Gäste aus Halle, Siegen und Köln gezeigt. Wolfgang Waches Herz schlägt seit seiner Kindheit für spannende Geschichten und poetische Erzählungen, später fand er im eigenen literarischen Schaffen immer mehr zur einfachen Form. In seinem Text „Wird schon werden“ entstehen aus wenigen Sätzen im Kopf der Zuhörer ganze Romane. Es sind nur ein gutes Dutzend Zeilen, die er auf Wunsch der Autorenkollegin Yana Arlt an diesem Nachmittag vorträgt. Oft reden die Beiden über das Schreiben, die Literatur und sie entwickeln gemeinsam neue Programme, um in Schulen und sogar in Kindergärten die Jüngsten fürs Lesen, Erzählen und Schreiben zu begeistern. Die Gäste der Finissageveranstaltung bekamen in den neunzig Minuten viele neue Gedanken mit auf den Weg und erfuhren, dass Wolfgang Wache auf jeden Fall noch voller Elan und Visionen steckt.

Text und Fotos: J.A.

Wolfgang Waches spontane Einladung zum 20. September 2014

Einladung

zur Projektfinissage „Kornblumen gießt man nicht“

Spontaneität ist eine Ausdrucksweise von Kreativität!
Deshalb habe ich mir gedacht, dass ich zu meiner besonderen Veranstaltung am

20. September 2014

spontan die Menschen einlade, die kurzfristige Entscheidungen treffen können. Es ist eine Herausforderung: kurzentschlossen am kommenden Samstag in Brieske-Marga dabei zu sein, wenn ich über das Kornfeld mit den blauen Kornblumen spaziere.
Plakat-Kornblumen_20Sep14
 

Wenn wir uns jetzt nicht die Zeit nehmen, an Vergangenes zu erinnern und für Zukünftiges zu planen, kann es morgen schon zu spät sein.

 

Wolfgang Wache

Das war das Lyrikfest am 6.9.2014 in Senftenberg

Alexander Kiensch-3.v.li. beim Lyrikfest 2014„Lyrikfest in Senftenberg“ ist eine ganz spannende Angelegenheit. Beginn 14:00 Uhr. Um 13:00 Uhr war das Regiegespräch mit allen mitwirkenden Lyrikern angesetzt. Dann klingelte das Telefon unterbrochen. Eisenbahnerstreik. Die Nerven lagen beim Veranstalter frei. Dann war es kurz vor 13:00 Uhr. Die Sonne schien. Nach und nach trafen sich die Lyriker unter den schattenspendenden Bäumen auf dem Hinterhof des Kultur- und Freizeitzentrums „Pegasus“. Es begrüßten sich 23 Künstler der lyrischen Sprache zu einem Austausch und zum literarischen Kennenlernen. Niemand brauchte dem anderen erklären, warum er die Welt mit komprimierten Stilmitteln der Lyrik betrachtet. Jeder weiß darüber Bescheid. Das merkte man bei den Gesprächen unter Kollegen, während des Lyrikfest 2014_Begrueßung durch Wolfgang Wachegesamten Lyrikfestes am 6.September 2014. Wenn man zu einem Fest einlädt, bringen die Gäste gewöhnlich Geschenke mit. So war es auch bei diesem Fest. Jeder der eingeladenen Wortkünstler brachte seine besten Texte mit. Die Gastgeber Yana Arlt, Stefan Reschke, Susann Vogel, Alexander Kiensch und Wolfgang Wache wurden reichlich mit wunderbaren lyrischen Texten als Dank für ihre Einladung beschenkt. In den Versen spiegelten sich Sorgen, Ängste und die vielen schönen Augenblicke des Lebens wider. Zu dieser Begegnung deKornblumen-Eroeffnung Lyrikfest 2014r Lyriker in Senftenberg war auch jeder Gast herzlich willkommen. So freuten sich die Künstler über das Interesse des Bürgermeisters Andreas Fredrich. Auch gute Partner im Bereich der Literaturvermittelung, wie die Leiterin der Stadtbibliothek, Frau Bischoff und Frau Lachmann, Inhaberin von Tenglers Buchhandlung, ließen es sich nicht nehmen, beim zweiten Fest der Lyrik dabei zu sein. Es gab viele Gespräche darüber, was zu tun ist, um stärker als bisher diese besondere Form der künstlerischen Ausdruckweise ins öffentliche Interesse zu rücken. Alle Teilnehmer dieser Veranstaltung sind und waren sich einig, dass diese Senftenberger Veranstaltung für die öffentliche Diskussion über den Zugang zur Poesie eine großen Beitrag geleistet hat.
Wolfgang Wache