Das Lausitzer Braunkohlerevier wird zum Poesierevier – Lausitzer Lyrikfestival am 5. September in der Gartenstadt Marga

Von der Braunkohle- zur Kunstförderung. Ich hoffe, dass die kreativen Schätze, die in den Senftenberger mithin den Lausitzer Menschen stecken nicht so lange brauchen, um sich zu bilden, entdeckt und gefördert zu werden. Braunkohle entsteht nicht in wenigen Monaten, wie auch ein künstlerisches Potential Zeit braucht, um heranzureifen. Dann aber muss man ranklotzen, muss etwas tun, um die Bestände zu nutzen. Die Verarbeitungsstrecke aus Bagger, Förderbrücken, Fließbänder, Schienenstränge, Siebe, Röhrentrockner und Pressen sind im Künstlerischen und Kulturellen unsere Werkstätten, Kurse, Autorengespräche, Poetensprechstunden, Leseperformances und das Lausitzer Lyrikfestival.
„Ich finde es super, dass Sie das Poesiefestival nächstes Jahr wieder machen wollen.“, schrieb Ulrike Almut Sandig. „Vielen Dank für die Einladung… insgesamt macht Senftenberg den Eindruck, dass jede Menge Braunkohle-Geschichte zugrunde liegt.“, resümierte Tom Bresemann. „Alle waren mit dem Lyrikfest höchst zufrieden. Das nächste Fest kann nur noch schöner werden.“, freute sich Sergej Tenjatnikow vom Literaturzirkel buterbrod. „Vorbildlich, was da Senftenberg bzw. einige Senftenberger auf die Beine bringen!!! Das ehrt die Lausitz und Brandenburg.“, lobte Benedikt Dyrlich. Viele weitere Autoren und Besucher bescheinigten mit begeisterten Worten, dass das Lausitzer Lyrikfestival etwas ganz Besonderes ist. Die Autoren fühlen sich willkommen und kommen gern wieder nach Senftenberg. Dass zu einer Gedichtlesung auch Celloklänge, szenische Gestaltungen und Kostümierungen gehören können, hat sich herum gesprochen. Die Autoren begeistern mit ihrer sehr individuellen Vortragsart Kinder, Jugendliche und Erwachsene. „Samstag- und Sonntagabend schwirrte mein Kopf auf angenehme Weise vor lauter Wortbildern und literarischen Entdeckungen.“, so Alexander Kiensch.
Ideengeber, Organisator und Ausführender ist Wolfgang Wache. Er versammelte auch die Gruppe der Regionalautoren Senftenberg und begründete den Autorenkreis Kornblume. Diese Initiativen unterstützen den engagierten Marganer bei seinen Vorhaben, denn ohne Hilfe, die auch gern von ortsansässigen Unternehmen und Privatpersonen angenommen wird, wären solche künstlerischen und kulturpädagogischen Pläne nicht umzusetzen:
6. bis 9. August 2015
Werkstatt in Senftenberg/ Brieske
mit Erarbeitung der Performance „Das schwarze Gold ist verbrannt“ zur Eröffnung des Lausitzer Lyrikfestivals
4. September 2015
Eröffnung der „Tage der LITERATUR“
mit zwei Buchpremieren/ Bernd Lunghard „Auf der Rolltreppe“ und Jens Carl „Sandsteinhof“
mit abendlicher Lesung „Jahreszeiten“ des „Autorenkreis Kornblume“
5. September 2015
Lausitzer Lyrikfestival
in Brieske-Marga
mit Eröffnungsperformance „Das schwarze Gold ist verbrannt“ im Zechenhaus
6. September 2015
Matinee mit den Regionalen Autoren Senftenberg
7. bis 11. September 2015
Tage der LITERATUR
Lesungen und Werkstätten in Kultur- und Bildungseinrichtungen
Programm und Anmeldungen unter 03573-147663; nlz-ich-schreibe@gmx.de; www.nlz-ich-schreibe.de; Plakate und Flyer
13. September 2015
Tag des offenen Denkmals
Zechenhaus und Parkstraße 12 Brieske-Marga
mit Konzert zum Abschluss der „Tage der LITERATUR“
8. November 2015
Literarisches Schaffen in Senftenberg – Früher, Heute, Morgen
Großer Ratssaal Senftenberg
Besonderer Tipp: „Retrospektive Heinz Herzog“ (bis Oktober 2015), eine Ausstellung in der „Begegnungsstätte für Ortsgeschichte und kulturelle Bildung“ Brieske-Marga mit Bildern des Fotografen, der in diesem Jahr 90 Jahre alt geworden wäre, Öffnungszeit: freitags 10:00 bis 12:00 Uhr und nach Vereinbarung
 (Dieser Beitrag wurde von J. Arlt geschrieben)