
Vor allem war das Lausitzer Lyrikfestival für viele eine gelungene, bereichernde Erfahrung. Die Rückmeldungen von Kolleginnen und Kollegen – wie etwa von Ingo Cesaro – zeigen, dass unser Einsatz geschätzt wurde. Die Lesung am Freitag, die literarisch-musikalische Performance, die Begegnungen im Zelt und auf den Teppichen: Sie haben Spuren hinterlassen. Lieber Steffen, ich danke dir für deine Worte, deine Bilder, deine Präsenz. Ich schätze dich sehr – als Schriftsteller, als Verleger, als kollegialen Partner. Und ich wünsche mir, dass du weiterhin für jene Menschen wirken kannst, die auf literarisch-künstlerischen Wegen unterwegs sind. Denn genau dafür lohnt sich jede Mühe. Vielleicht liegt mein Wunsch nach Zusammenhalt auch in meiner Nähe zum Zirkusleben begründet. Ich weiß, was es bedeutet, wenn Menschen unter einem Zeltdach gemeinsam etwas erschaffen – mit Disziplin, mit Vertrauen, mit Humor. Der wichtigste Leitspruch dort lautet: Zusammenhalt. Und genau das wollte ich immer auch für die Lyriker. Ich bin und bleibe ein Freund der Clownerie – nicht nur, weil sie das Lachen bringt, sondern weil sie die Menschlichkeit bewahrt. Der Clown ist verletzlich und stark zugleich, er stolpert und erhebt sich, er bringt Menschen zusammen. Vielleicht ist das mein innerstes Motiv, warum ich diese Festivals gestalte.
Mit herzlichem Gruß
Wolfgang