Einladung zum Tag der Baukultur in Brieske

Liebe Freundinnen und Freunde der Baukultur, liebe Weggefährtinnen und Weggefährten der literarischen Wanderbaustelle,

ich möchte Euch herzlich einladen, mich am Tag der Baukultur in Brieske (30. Mai – ab 14°° Uhr) zu begleiten – einem Ort, der wie kaum ein anderer zeigt, wie Geschichte, Architektur und menschliche Erfahrung ineinandergreifen. Brieske ist kein museales Dorf, sondern ein atmender Raum, in dem Vergangenheit und Gegenwart miteinander sprechen. Genau diese Art von Resonanzraum suche ich in meiner künstlerischen Arbeit – und genau deshalb ist dieser Tag für mich so bedeutsam.

Warum mir die literarische Wanderbaustelle so viel bedeutet

Die Website literarische Wanderbaustelle ist für mich weit mehr als eine digitale Visitenkarte. Sie ist ein offenes Atelier, ein Denkraum, ein Archiv der Bewegungen, die mich als Künstler prägen. Hier sammle ich Spuren, Beobachtungen, Fundstücke aus Landschaften, Gesprächen und Bauwerken. Hier darf Unfertiges sichtbar sein, darf ein Gedanke wachsen, darf ein Text sich verändern wie ein Gebäude, das noch eingerüstet ist.

Baukultur ist für mich nicht nur Architektur. Sie ist ein Erzählen über Räume, über Menschen, über das, was bleibt und das, was verschwindet. Die Wanderbaustelle gibt mir die Freiheit, diese Geschichten zu verknüpfen – poetisch, dokumentarisch, manchmal tastend, manchmal klar. Sie ist mein Ort, an dem ich das Fragment feiern darf und das Werden sichtbar mache.

Warum Brieske?

Brieske ist ein Kapitel Lausitzer Baugeschichte, das man nicht nur lesen, sondern begehen muss. Die Gartenstadt, die Zechensiedlung, die Spuren der Industriekultur – all das erzählt von Arbeit, Gemeinschaft, Wandel und Brüchen. Es ist ein Ort, der mich immer wieder inspiriert, weil er zeigt, wie Räume Identität formen und wie Menschen Räume prägen.

Am Tag der Baukultur möchte ich mit Euch durch diese Geschichten gehen: durch Straßen, die wie Zeilen eines Gedichts wirken, durch Gebäude, die von Hoffnung und Härte erzählen, durch Plätze, an denen Vergangenheit und Zukunft sich berühren.

Meine Einladung an Euch

Kommt nach Brieske. Kommt mit offenen Augen, offenen Ohren und offenen Fragen. Lasst uns gemeinsam schauen, wie Baukultur uns berührt, herausfordert, bewegt. Und lasst uns danach weiterdenken – auf der literarischen Wanderbaustelle, die all diese Eindrücke aufnimmt und weiterträgt.

Ich freue mich auf Euch, auf Gespräche, auf Begegnungen, auf gemeinsame Wege.

Euer Wolfgang Wache

Kulturelle Sommer- und Herbstprojekte in Marga

In Brieske und der Gartenstadt Marga entsteht jedes Jahr ein besonderer Raum für Kunst, Literatur und Begegnung. Als Künstler und Initiator der Literarischen Wanderbaustelle bin ich mitten in diesen Projekten aktiv – schreibend, moderierend, organisierend und immer im lebendigen Austausch mit den Menschen, die zu uns kommen.

Ich freue mich über jede Besucherin und jeden Besucher, der diese Orte mit mir gemeinsam mit Leben füllt.

Juli – Sommerauftakt im Margahof

6. Juli – Sommerreff des „Freundeskreis Brieske/Briesker Kirche“ Ab 17 Uhr treffen wir uns im Margahof, um miteinander ins Gespräch zu kommen, Ideen zu teilen und neue Mitstreiter zu gewinnen. Ich begleite den Nachmittag literarisch und moderierend – und freue mich über jede Person, die Lust hat, sich einzubringen oder einfach neugierig vorbeischaut.

August – Kunst, Geschichten und Industriekultur

3.–9. August – Margahof-KUNST-Woche Eine ganze Woche lang wird das MARGA-Atelier zum kreativen Labor. Ich arbeite gemeinsam mit Gästen, Künstlerinnen und Künstlern am Projekt „Lausitzer Labyrinth“, gebe Schreibimpulse, führe Gespräche, lese Texte und begleite Ausstellungen und musikalische Beiträge. Wer Lust hat, kreativ zu werden oder einfach die Atmosphäre zu genießen, ist herzlich willkommen.

4.–6. August – Ferienaktion „Rotkäppchens Fotoalbum“ Von 9 bis 12 Uhr begleite ich Kinder und Jugendliche dabei, Märchen neu zu denken, Geschichten zu erfinden und Bilderwelten zu gestalten. Eine spielerische, fantasievolle Zeit – und jedes Jahr ein Highlight.

8. August – Tag der Industriekultur Bei der Kunstaktion „Grubenlampe V“ führe ich Besucherinnen und Besucher literarisch durch die historischen Orte der ehemaligen „Kolonie Marga“. Zwischen Zechenhaus, Kraftzentrale und Gartenstadt verweben wir Texte, Bilder und Musik zu einem lebendigen Einblick in die Arbeits- und Lebenswelt vergangener Zeiten. Ein Spaziergang voller Geschichte, Kunst und Lausitzer Identität.

September – Poesie, Denkmale und offene Räume

4.–6. September – Lausitzer Lyrikfestival XIV Drei Tage lang feiert Marga die Poesie. Ich stehe auf verschiedenen Bühnen, lese eigene Texte, moderiere Programme, gebe Schreibimpulse und treffe Kolleginnen und Kollegen aus der Lausitz und ganz Deutschland. Das Festival verbindet Ernstes und Komisches, Lied und Szene, Tradition und Experiment – und ich freue mich über jede Person, die sich von der Kraft der Worte anstecken lässt.

13. September – Tag des offenen Denkmals Unter dem Motto „NETZwerk: Denkmale & Infrastruktur“ öffnet Marga seine Türen. Ich begleite die Ausstellung, erzähle Geschichten zur Gartenstadt und lade am Abend zum „Klangraum Kirche“ in die Martin-Luther-Kirche ein – ein Mitmachangebot, das Raum für Stimme, Klang und Gemeinschaft schafft.

Ich freue mich auf euch

All diese Veranstaltungen leben von Begegnung, Neugier und dem gemeinsamen Erleben von Kunst und Literatur. Als Wolfgang Wache – als Künstler, Autor und Gastgeber – freue ich mich über jeden Menschen, der vorbeikommt, mitmacht, zuhört, fragt, lacht oder einfach nur da ist.

Kommt nach Marga. Kommt in die Wanderbaustelle. Lasst uns zusammen Kultur bauen.