Es gibt Tage, die trägt man nicht einfach im Kalender. Man legt sie hinein wie eine kleine Kostbarkeit, weil man spürt: Hier entsteht etwas, das Menschen verbindet.
Der 30. Mai 2026 ist für uns genau so ein Tag.
Gemeinsam mit Jana Arlt, vielen engagierten Mitwirkenden und einem wunderbaren Helferteam haben wir ein Programm geschaffen, das die Gartenstadt Marga, ihre Geschichte und ihre Gegenwart in ein lebendiges Fest verwandelt. Ein Tag der Baukultur – ja. Aber vor allem ein Tag der Begegnung, der Neugier, des Staunens.
Und wir – Jana Arlt und ich, Wolfgang Wache – sind nicht nur Organisatoren, sondern selbst mit Herz, Stimme, Stift und Spielfreude präsent: als Schriftsteller, Künstler, Puppenspieler, als Menschen, die seit Jahren mit Liebe und Hingabe für die Gartenstadt wirken. Fast vier Stunden lang sind wir mitten unter den Gästen, erzählen, zeigen, spielen, lesen – und öffnen damit ein Stück unserer eigenen Welt.
Ein Nachmittag, der sich entfaltet wie ein Spaziergang durch Marga
Ab 14 Uhr öffnen sich Kirche, Galerie, Ateliers und Aktionsflächen. Doch eigentlich beginnt alles schon früher: Um 10 Uhr trifft sich das Aufbauteam, um Zelte zu stellen, Tische zu decken, Blumen zu arrangieren – jene unscheinbaren Handgriffe, die später Atmosphäre schaffen. Ab 13 Uhr füllen sich die Bereiche mit Leben: Farben, Staffeleien, Materialien, Stimmen.
Und dann, Punkt 14 Uhr, beginnt das Fest.
Kunst, Klang, Geschichten – Marga zeigt sich von allen Seiten
Unter den Sternzelten auf dem Marktplatz entstehen kleine Inseln der Geselligkeit: runde Tische mit grünen Decken, Blumensträuße, Klappstühle – ein Ort, an dem man verweilt, lauscht, ins Gespräch kommt. Die Sternheim Band sorgt für musikalische Wärme, während Kaffee, Kuchen, Getränke und Grillwurst den Duft eines Sommernachmittags in die Luft legen.
In der Galerie MARGA begegnet man der Geschichte: Ausstellungen zur Bergarbeiterkolonie, historische Filme,
und um 15 Uhr das Puppenspiel „Bau-Kuh-Uhr“ – ein liebevoller Höhepunkt für Kinder und Erwachsene.
Die Allee vor der Schule verwandelt sich in eine offene Ateliermeile: Leinen voller Zeichnungen, Staffeleien, Campingtische, Malplätze. Mixed Media, Kohlezeichnung, Kinderschminken, Haiku-Werkstatt – ein kreatives Durcheinander im besten Sinne.
Vor der Kirche liegt ein großes Labyrinth aus Plane, ein Symbol für Wege, die sich kreuzen. Um 17 Uhr öffnet sich der Raum für den „Klangraum Kirche“ – ein gemeinsames Musikerlebnis, das den Tag sanft ausklingen lässt.
Neu dabei: LausitzLiebe – Pflanzen, die singen
Ein besonderer poetischer Akzent kommt in diesem Jahr von Jana Wieduwilt und ihrem Projekt LausitzLiebe. Sie bringt einen 3×3‑Meter‑Pavillon mit – und darin etwas, das man nicht alle Tage erlebt:
singende Pflanzen.
Über Kopfhörer kann man hören, wie Pflanzen auf Schwingungen reagieren, wie sie „antworten“, wie sie klingen. Ein stilles, fast magisches Erlebnis, das die Natur hörbar macht.
Und wer mag, kann sich mit einer grünen LausitzBowle – mit oder ohne Alkohol – erfrischen. Ein Angebot, das perfekt zu diesem Tag passt: leicht, überraschend, lebendig.
Ein Tag, der sich einfügt in eine größere Bewegung
Der 30. Mai ist Teil des Tages der Baukultur Brandenburg 2026. Viele Orte öffnen ihre Türen, viele Geschichten werden erzählt. Unsere Veranstaltung in Brieske fügt sich in eine Route, die den Wandel der Lausitz sichtbar macht:
- Lauchhammer – Wagnereck: Umbaukultur und Zukunft des Bestands
- Sedlitzer Bucht: Baustellenführungen, Holzbau, Transformation
- Gartenstadt Marga: Kunst, Kultur, Geschichte – ein ruhiger, inspirierender Abschluss
Wer diese Route fährt, erlebt die Lausitz als Landschaft im Wandel – und Marga als ihren poetischen Herzschlag.
Eine herzliche Einladung
Ich, Wolfgang Wache, lade Sie – gemeinsam mit Jana Arlt, unseren Mitwirkenden und Gästen wie LausitzLiebe – von Herzen ein, diesen Tag mit uns zu erleben. Kommen Sie, schauen Sie, hören Sie, gestalten Sie mit. Bringen Sie Freunde mit, Kinder, Nachbarn, Neugier.
Die Gartenstadt Marga wird an diesem Tag nicht nur ein Ort sein. Sie wird ein Gefühl sein.
Wir freuen uns auf Sie.