Das Jahr 2015.

Da ist es nun, das neue Jahr. 1Kornblume-Finissage_20Sep14 (27) - Kopie
Am Sylvesterabend hat so mancher noch an das vergangene Jahr gedacht. Es sind Erinnerungen geblieben. Nun geht es weiter. Das neue Jahr bietet die Möglichkeit für neue Erfahrungen. Ich freue mich auf die neuen literarischen- künstlerischen Herausforderungen.
Neben meiner eigenen poetischen Arbeit, nimmt weiterhin die Förderung von Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen im literarischen und künstlerischen Bereich einen wichtigen Platz ein. Ein großes Vorhaben ist die Schaffung eines Lausitzer -Zentrums für Lyrik. Diese Zielsetzung nimmt nach und nach schon Gestalt an. Bereits ab den 31. Januar 2015 wird die „Lausitzer Literatursammlung“ ihre Arbeit aufnehmen. Ich freue mich schon sehr, auf die Winterschreibwerkstatt am 2. – 3. Februar 2015 und Frühlingsschreibwerkstatt am 8. -9. April 2015. Die Geschichten und Gedichte der Kinder werden unter anderen bei den
vom NLZ „Ich schreibe!“ organisierten „Schüler-Literatur-Tagen“ am 4. bis 6. Mai 2015 in Senftenberg vorgestellt. Eine ganze besondere Herausforderung für mich ist die Gestaltung einer Fotoausstellung zum Gedenken an den Fotografen Heinz Herzog. Die Eröffnung der Retrospektive „Heinz Herzog“ mit 3. Briesker Kunstgespräch ist für den 21. Mai 2015 vorgesehen. Diese Fotoausstellung wird zu seinem 90. Geburtstag am 20. Oktober 2015 mit einer Finissage beendet.
Die Vorbereitungen für die große Sommerwerkstatt mit Seminaren für kreativ Schreibende, Anleiter von Schreibgruppen, Deutschlehrer und Schreibpädagogen für den 3. bis 8. August 2015 sind bereits in vollem Gange.
In diesem Jahr findet am 5. September bereits zum dritten Mal das Senftenberger Lyrikfest statt. Es werden wieder über zwanzig Lyriker aus ganz Deutschland erwartet.
Zu einer der größten organisatorischen und logistischen Herausforderungen stellt sich für mich die geplante große Deutschlandtournee mit der Wanderpuppenbühne da. Gemeinsam mit meiner Mitstreiterin Yana Arlt werde ich im Monat Mai und Juni mit den Puppen, der Leseratte Raz, dem Bücherwurm Vermiculus und der Leseeule Sophia an vielen Bildungseinrichtungen und Bibliotheken in Deutschland unterwegs sein. Bei unseren Veranstaltungen erklären wir den Kindern wie viel Freude es bereitet sich mit Lyrik und Poesie auseinanderzusetzen.
Ich freue mich auf diese Vorhaben. Mancher fragt mich: Warum ich mir dies alles als Rentner antue? Ich hätte doch nun geschafft. Das verstehe ich nicht. Vielleicht reicht als Antwort: Meine Mutter war Analphabet.

Es gibt noch so viel zu tun und dann ist das Jahr zu Ende.

Keine Zeit. Zu wenig Zeit. Es gibt noch so viel zu tun und dann ist das Jahr zu Ende. Vor mir auf dem Bürotisch liegen Abrechnungsbelege der vergangenen Lesungen, Werkstätten und verschiedener literarischer Projekte. Fördergelder müssen abgerechnet werden, neue Projekte für das Jahr 2015 müssen geplant und organisiert werden. Die eigene literarische Arbeit soll auch nicht vergessen werden. Förderanträge für das neue Jahr müssen geschrieben werden. Ich weiß nicht, wo mir der Kopf steht. Was ist wichtiger? Jetzt gerade steht Jana in der Tür und fragt, wann mein Beitrag für den letzten NLZettel des Jahres 2014 fertig wird. Das auch noch. Gerade dieser Beitrag ist mir doch so wichtig. Ich will mich im letzten NLZettel bei allen Freunden und Mitstreitern bedanken, die uns bei den vielen künstlerischen und literarischen Projekten Unterstützung gaben. Viele schöne Begegnungen fanden statt. Eigentlich müsste man jeden Tag und jedes anregende Gespräch würdigen. Gern denke ich an die Radtouren mit den jungen Autoren während der Sommerwerkstatt zurück. Große Freude bereiteten mir die Zusammenkünfte mit den Schülern, Eltern und Lehrern bei den vielfältigen Lesungen, Schreibkursen und
literarischen Werkstätten. Zu den besonderen Veranstaltungen gehören die Schüler-
LITERATUR-Tage und das zweite Senftenberger Lyrikfest. Mein großer Wunsch,
eine Begegnung für Lyriker ein Mal im Jahr in der Lausitz durchzuführen, ging zum zweiten Mal in Erfüllung. Doch es gab noch viele weitere Veranstaltungen, über die wir auch im NLZettel berichteten. Aber ohne Jana, die gerade in der Tür steht und mich mit dem NLZettel nervt, hätte so manches Projekt nicht stattgefunden. Also muss ich auch ihr ein Dankeschön sagen, ebenso wie Susann Vogel, Kerstin Bischoff und vielen weiteren. Auf alle Fälle sollte ich auch darüber berichten, wie wir im September 2014 im ehemaligen Zechenhaus der Brikettfabriken Brieske-Marga ein literarisch-musikalisches Programm aufführten. Noch immer spüre ich diese besondere Atmosphäre, die mir Gänsehaut bereitete. Es war schon beeindruckend, dort wo vor fast einhundert Jahren die ersten Arbeiter der Grube Marga sich ihren Arbeitsschmutz von der Haut seiften, mit eigenen Texten in der Hand zu stehen und für das Vortragen Beifall zu bekommen. Auf jeden Fall sollte ich auch im Beitrag für den NLZettel auf die neuen Vorhaben im Jahr 2015 aufmerksam machen. So wird es neben dem 3. Lyrikfest im September bereits im August eine große Schreibwerkstatt geben. Die Gelder dafür wurden bereits bei einer Stiftung beantragt. Es wäre schön, wenn wir Künstler nach Senftenberg einladen könnten, um sich mit ihnen auszutauschen, voneinander zu lernen, gemeinsam die Lausitz zu erkunden und neue literarische Wege zu erschließen. Jana lässt nicht locker. Sie steht immer noch in der Tür und verlangt nach meinem Beitrag. Ja, mache ich, mache ich gleich, sofort, bin schon dabei, denn schließlich will ich in diesen Zeilen allen Freunden und Mitstreitern ein fröhliches Weihnachtsfest und ein gesundes neues Jahr wünschen.

NLZettel NOVEMBER / DEZEMBER 2014 ist da!

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Kein Problem!

An nlz-ich-schreibe[at]gmx.de eine E-Mail mit der Nachricht: Bitte mit folgender Adresse in den NLZettel-Verteiler aufnehmen ______@____ NLZettel Deck-November-Dezember 2014

Inhalt

Es gibt noch so viel zu tun

und dann ist das Jahr zu Ende ~ Wolfgang Wache

Termine 2015 ~ Übersicht

Literarisches Schaffen in Senftenberg

~ Rückblick in Text und Bild

Grubenlampe II ~ Rückblick in Text und Bild

Lyrik ~ Susann Lorenz

Unser tägliches Stück Fanatismus

~ Essay von Alexander Kiensch

Bücherkinder haben IHR Buch vorgestellt

~ Rückblick in Text und Bild

Und jetzt ~ Link zum Blog

Grubenlampe II ~ auch im nächsten Jahr geht es weiter

Manch einer mag sich fragen: Was gibt es denn über das Lausitzer Braunkohlenrevier überhaupt noch künstlerisch mitzuteilen? Im vergangenen Jahr standen eigene Texte im Zentrum der Kunstaktion „Grubenlampe“ und es war gar nicht geplant, dass es eine Veranstaltungsreihe werden sollte.

Bei der zweiten Ausgabe rahmten selbst verfasste Beiträge von Wolfgang Wache und Yana Arlt einen Text von Max Barthel ein, der sich schon 1929 sehr kritisch äußerte zu den Lebens- und Arbeitsbedingungen der Werksdirektoren und Angestellten im Gegensatz zu denen der „proletarischen Arbeitskraft“.
Wolfgang Wache lädt in seinem Text zu einem gedanklichen Spaziergang ein. Die selbst geformte Keramik „Bergmannserinnerung“ zeigt einen Mann, der seinen Kopf  auf die Hände stützt und über Vergangenes und Zukünftiges sinniert. Ein Koffer steht neben ihm, der Lebensgeschichte enthält, die manchmal tragisch, manchmal sinnlich, manchmal humorvoll ist. Yana Arlt eröffnet mit ihren Zeilen „Einst zog ein Zeitvertreiber / durch die Lausitzer Dörfer“ den Abend, der wie gewohnt mit Ortswechseln arbeitet. Es ist fast so, wie es den Menschen in Senftenberg, in der Lausitz seit eineinhalb Jahrhunderten geht – sie kommen, sie verweilen auf eine Zeit eben so lange wie man Arbeit hat, wie man Geld verdienen kann und dann ziehen sie weiter.

Menschen prägen mit ihrer Suche nach dem Glück, der Hoffnung auf Wohlstand das Gesicht der Region. Hier ragen Fabrikessen in die Luft, dort entsteht eine Arbeiterkolonie, hier reißen Maschinen Löcher in die Erde, dort wird Wasser aufgefüllt und Naherholungsgebiete eingeweiht.
Im kommenden Jahr wird es die „Grubenlampe III“ geben. Wieder werden sich Wolfgang Wache und Yana Arlt künstlerisch mit Brieske-Marga, Senftenberg, der Lausitz auseinander setzen. Auch Mitstreiter sind herzlich willkommen.

 

 

 

 

Sie können mit ihren literarischen Texten, ihre Bildern, Fotos, Melodien und Klängen, Skulpturen, Filmen und anderen Beiträgen die „Grubenlampe“ mitgestalten.

Vorhaben 2015 für Ihren Terminkalender – Damit Sie im nächsten Jahr nichts mehr verpassen!

Literaturzentrum „Ich schreibe!“ e.V. in Senftenberg
 Jedes Buch, an dem man gerade schreibt, ist das bedeutsamste. Jede Veranstaltung, die man gerade erarbeitet, ist die wichtigste. Jedes Jahr, in dem man gerade lebt, ist das entscheidenste. 2014 konfrontierte uns mit vielen Erinnerungen und der Frage, was diese geschichtlichen Ereignisse für Gegenwart und Zukunft bedeuten.
Auf die vergangenen Monate können Wolfgang Wache und Yana Arlt voller Stolz zurück blicken. Ihre Ideen konnten Sie mit Unterstützung der Vereinsmitglieder des Nachwuchs-Literatur-Zentrum „Ich schreibe!“ e.V., der Mitarbeiter der Stadtverwaltung Senftenberg, der Kirchgemeinde Brieske, einiger Schulen aus Senftenberg, der Mitarbeiter des „Pegasus“ und verschiedenen Privatpersonen und Vereinen umsetzen. Genannt seien hier stellvertretend die ersten „Schüler-LITERATUR-Tage“, das zweite „Lyrikfest“ und der „Tag des offenen Denkmals“ in der neuen „Begegnungsstätte für Ortsgeschichte und kulturelle Bildung“ in Brieske-Marga. Für jede Ermutigung, jede Handreichung sei an dieser Stelle herzlich gedankt, denn große Ideen kann man nicht allein umsetzen. Jede Aufgabe, der man sich ernsthaft stellt, fordert Grenzübertritte bis hin zu Raubbau an den eigenen Ressourcen und mancher mag sich fragen, warum Wolfgang Wache sich nicht in einem Rentnerdasein einrichtet obwohl er im September seinen 65. Geburtstag feierte. Stattdessen füllt er seinen Kalender 2015 mit Terminen und freut sich auf die Herausforderungen, Begegnungen, Erfolge und Erfahrungen.
31. Januar Eröffnung der „Lausitzer Literatursammlung“ mit dem 1. Briesker Kunstgespräch / 2. und 3. Februar Winterschreibwerkstatt / 21. März Welttag der Poesie mit 2. Briesker Kunstgespräch / 8. und 9. April Frühlingsschreibwerkstatt / 4. bis 6. Mai Schüler-LITERATUR-Tage / 21. Mai Eröffnung der Retrospektive „Heinz Herzog“ mit 3. Briesker Kunstgespräch / 3. bis 8. August Sommerwerkstatt mit Seminaren für Kreativ Schreibende, Anleiter von Schreibgruppen, Deutschlehrer und Schreibpädagogen / 5. September drittes Lyrikfest zur Eröffnung der Tage der LITERATUR / 13. September Tag des offenen Denkmals Thema: Handwerk, Technik, Industrie zum Abschluss der Tage der LITERATUR / 19. und 20. Oktober Herbstschreibwerkstatt / 20. Oktober Finissage der Retrospektive „Heinz Herzog“ mit 4. Briesker Kunstgespräch / 8. November „Literarisches Schaffen in Senftenberg – Früher, Heute, Morgen“ / 27. November Kunstaktion „Grubenlampe“ / 19. Dezember „Advent anno dazumal“
Neben diesen festen Terminen steht das Literaturzentrum „Ich schreibe!“ in der Rudolf-Breitscheid-Straße 17 in Senftenberg unter 03573-147663 und www.nlz-ich-schreibe.de für Anfragen offen, wenn es um die Vorbereitung und Durchführung von Aktionen zur Schreib- und Leseförderung und der kulturellen Bildung geht. Die Künstler Wolfgang Wache und Yana Arlt setzen ihre Fähigkeiten und Erfahrungen gern ein, um das kulturelle Leben in Senftenberg und den Ortsteilen mitzugestalten. Im Ortsteil Brieske-Marga z.B. sind seit dem vergangenen September Senftenberger und Senftenbergerinnen herzlich in der „Begegnungsstätte für Ortsgeschichte und kulturelle Bildung“ willkommen.
Es wird eben ein ganz besonderes Jahr – das Jahr 2015. Das Wichtigste dafür ist Gesundheit und Freude an jedem neuen Morgen.NLZ „Ich schreibe!“ e.V.

Stand 20. November 2014

Lesung mit Kollegen zusammen am 8. November 2014 im Großen Saal des Rathauses Senftenberg

YA-Durchblick-Oktober2014

 

Durchreise

Halt, bleib stehen!
Warum eilst du dem Augenblick hinterher?

Warum?
Die Antwort will ich geben,
ich bin nur auf der Durchreise,
sehe, rieche, schmecke und höre
Momentaufnahmen meines Vorhandenseins.

Ich sauge alles in mich hinein.
Ich fülle mich mit Gefühlen,
liebe jeden Augenblick mich
und mein Doppelkinn.

aus: Wolfgang Wache „Kornblumen gießt man nicht – Band 1 Lyrik“

Lesung mit Kollegen zusammen                                                                                            am 8. November 2014
im Großen Saal des Rathauses Senftenberg * * *

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